Beraterqualifizierung
Im Bereich der Qualifizierung von Beraterinnen und Beratern agieren wir auf drei Ebenen:
Wir arbeiten für Ausbildungsinstitute als Lehrsupervisoren und als Referenten in der Ausbildung angehender Supervisoren und Coaches.
Wir entwickeln Fortbildungen für interne Personalentwickler und für Fachberater, die auf die Bedarfe der jeweiligen Organisation und auf die Bedarfe und Aufgaben der betreffenden Mitarbeiter zugeschnitten sind.
Wir bieten für selbständige Beraterinnen und Berater eine Weiterqualifizierung an, die auf den Grundsätzen der lösungsorientierten und systemischen Ansätze beruht.
Diese Qualifizierungen erstrecken sich in der Regel über einen Zeitraum von ein bis zwei Jahren. Inhalte sind:
- Auftragsklärung, Gestaltung von Beratungsprozessen, Wirkfaktoren von Beratung
Coaching, Methodentraining, die Arbeit am Selbstverständnis und an der inneren Haltung der Beraterinnen und Berater - Begleitung von Praxisaktivitäten durch Coaching und Supervision
- Etablierung von kollegialer Beratung und von kollegialen Netzwerken
Lösungsfokussierte Beraterqualifizierung
Solution Focused Professional – Trainingsprogramm
Die Arbeit mit dem Solution Focus - entwickelt von Steve de Shazer und Insoo Kim Berg - schafft professionelle Souveränität auch in schwierigen Beratungssituationen. Die klaren Strategien und Methoden des lösungsorientierten Ansatzes geben Ihnen neue Impulse für die Beratungsarbeit, von der Auftragsklärung bis zur Evaluation und Vermarktung. Ihre Beratungskompetenz in Coaching, Teamsupervision und Organisationsentwicklung profitiert davon. Gleichzeitig erweitert sich Ihr Interventionsspektrum im Projektmanagement oder im Training.
Solution Focused Professional ist ein Intensivtraining in drei Modulen plus Follow-Up und zertifiziertem Abschluss, dessen nächste Staffel am 3. November 2011 in Köln beginnt. Ihr Trainer ist Dr. Peter Röhrig, Herausgeber und Mitautor des Buches "Solution Tools".
Qualifizierung von internen Beratern und Betreuern
Prozessbetreuer – Kompetenz vor Ort
Nicht das „Machen“ steht im Mittelpunkt, sondern das Verstehen, Lenken und Begleiten von Prozessen. Das setzt Kenntnisse der Werkzeuge und Methoden zur Prozesssteuerung voraus. Es erfordert beraterisches Denken, besonnenes Vorgehen und situationsgerechtes Handeln. Die Qualifizierung zielt darauf ab, entsprechende Fähigkeiten und Potenziale zu fördern, an den Erfahrungen aus dem operativen Geschäft anzuknüpfen und eine gewisse „Robustheit“ im neuen Rollenverständnis zu entwickeln.
Interne Berater – auf dem Weg zum höheren Standard
Qualifizierung im Spannungsfeld von „hohem Auftrag“, hohen Erwartungen, neuer Rolle und persönlicher Kompetenz. Im Mittelpunkt stehen die zentralen Fragestellungen: Wie wird man diesen (neuen) Anforderungen gerecht? Was zeichnet ein förderliches Kunden-Lieferanten-Verhältnis aus? Welche kommunikativen Strategien müssen entwickelt werden? Was sind die Erfolgsfaktoren für interne Berater? Mit welchen Methoden und Werkzeugen lassen sich die fachliche und persönliche Kompetenz weiter stärken?
Weiterführende Informationen
Kundenstimmen
„Ich habe schon Bücher zum Thema Zeitmanagement gelesen und auch das ein oder andere ausprobiert, letztlich kennt man die Themen ja. Was mir hier sehr geholfen hat, ist die konkrete Unterstützung vor Ort - unter Berücksichtigung all meiner speziellen Bedingungen. So konnte ich es direkt ausprobieren. Und natürlich ist der Effekt der Kontrolle wichtig, dass da jemand von außen nach ein paar Wochen schaut, ob ich es wirklich umsetze. Ich komme heute, sechs Monate nach Beendigung des Coaching, auch noch manchmal in Zeitnot, aber ich weiß jetzt genau, wie ich wieder zu Ordnung und Überblick zurückfinde. Mein Leben ist insgesamt dadurch entspannter geworden – ich habe wieder Zeit für die Familie!“
M.G., Abteilungsleiter im Versicherungskonzern
„Ich wollte Ihnen kurz mitteilen, dass ich es in den Sommerferien geschafft habe, meine Steuer für die letzten beiden Jahre fertig zu stellen, meinen Schreibtisch sowie große Teile des Hauses restlos aufzuräumen und hoffe, diese Ordnung das Schuljahr über beizubehalten. Ihre Beratung hat sicher einen großen Anteil daran. Vielen Dank!“
Marlies P., Lehrerin
Praxisbeispiele
Der Bericht von einem Arbeitsplatz-Coaching für eine Kommune beschreibt die einzelnen Schritte und Veränderungsprozesse im Rahmen der erfolgreich durchgeführten Beratung. >> Download
Bericht der Beraterin zum Verlauf eines Arbeitsplatz-Coaching bei einer Kommune
(Funktionsbereich "Gebäudeservice" mit insgesamt sieben Team-Mitgliedern)
1. Vor Beginn der Beratung
Begonnen hat der Veränderungsprozess schon vor Beginn der eigentlich Beratung und vor meinem ersten Beratungsgespräch. Allein die Ankündigung, dass jemand zum Thema „Schreibtischordnung“ kommt, setzte einen Schub an Ausmisten, Aufräumen und Aussortieren in Bewegung.
Die Ist-Zustände der Arbeitsplätze am Beratungsterminen waren erwartungsgemäß sehr unterschiedlich, von gut strukturierten Arbeitsplätzen bis hin zu „überquellenden“ Schreibtischen. Meine Wahrnehmung zu Beginn:
- viele Notizzettel um den Bildschirm geklebt
- Materialien, die abgeholt werden sollen (Streugut-Säcke, Schienen), liegen vor der Schreibtischseite und vor dem Regal
- Kalendervielfalt an den Wänden
- Schreibtische mit zwei bis drei Stapeln "in Bearbeitung" bis zu vollen Schreibtischen, auf denen keine Schreibtischunterlage mehr zu sehen ist („Das liegt alles hier, damit ich es nicht vergesse…“)
- Zwischen-Ablage unter dem Schreibtisch, auf dem Rechner, auf dem Monitor…
- Stapel „zu bearbeiten“ in Schreibtischschublade
- vollgeschriebene Schreibunterlagen (Papierblöcke) für Gesprächsnotizen, Telefonnummern, Stichworte (30 Notizen und mehr)
- Hängeregistraturen, deren Mappen so voll sind, dass nichts mehr reinpasst
- gemischte Stapel auf dem Schreibtisch: "aktuelle Posteingänge", "muss ich mal lesen",
- handgeschriebene Notizzettel, "dringende Terminsachen". Es war keine Prioritäten zu erkennen
- E-Mail-Posteingangsfächer sind voll und unübersichtlich (100 E-Mails und mehr), teils aus dem Jahr 2004
- doppelte Ablage der E-Mails: PC und Papier
- Arbeitsplätze sind eingerahmt von einem Monitor und zwei Röhrenmonitor-Rücken und einem Drucker
2. Der Beratungsprozess
Mit allen Team-Mitgliedern führte ich zunächst ein zweistündiges Beratungsgespräch. Darin wurden folgende Themen bearbeitet:
- eigene Ideen der Team-Mitglieder zur Verbesserung und deren Realisierbarkeit
- Vorschläge zur Veränderung der räumlichen Anordnung neben und auf dem Schreibtisch, teilweise direkte Umsetzung oder Planung
- fehlende Ordnungs-Hilfsmittel, die direkt besorgt wurden oder deren Anschaffung geplant wurde
- Fragen von mir zum Sinn und Nutzen bestimmter Arbeitsabläufe und zur bisherigen Ordnungs-Systematik auf dem Schreibtisch. Verbesserungsvorschläge von mir und direkte Überprüfung des möglichen Nutzens erfolgten unter der Prämisse: Was gut läuft, bleibt auch so!
- konkrete Gestaltungsmöglichkeiten zur Tagesstruktur, Terminverwaltung und Ablage wurden erklärt und teilweise direkt angewendet
- Unterstützung beim Aussortieren und Wegwerfen


