Qualität und Entwicklung in Praxen (QEP)
Das Modell Qualität und Entwicklung in Praxen (QEP) ist das von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung erarbeitete System zum Qualitätsmanagement speziell für die Arzt- und Psychotherapeutenpraxis. Es ist auch für kleinere Praxen leicht zu adaptieren, denn das System ist modular aufgebaut und kann stufenweise umgesetzt werden. Das System ist indikatorenbasiert und handbuchgestützt. Kernstück ist ein Qualitätszielkatalog, der in erster Linie der Einführung und Umsetzung von Qualitätsmanagement in Praxen dient. Erst in weiteren Schritten - und dies auch nur optional – kann es für eine Selbst- oder Fremdbewertung (Zertifizierung) genutzt werden.
Unsere Leistungen
Seit 2004 ist Dr. Peter Röhrig lizensierter QEP-Trainer und arbeitet vor allem mit Gruppen von Hausärzten, die in Ärztenetzen organisiert sind. Das von uns entwickelte Curriculum für die Einführung von Qualität und Entwicklung in Praxen in Ärztenetzen umfasst folgende Elemente:
- Kick-off-Veranstaltung
Kick-off-Veranstaltung
Zu Beginn wird der Teilnehmernutzen geklärt: Die Praxen entwickeln ihre interne Qualität weiter, das führt zu mehr Zufriedenheit und Erfolg. Darüber hinaus ist die Vorbereitung auf eine externe Zertifizierung möglich. Erwartet wird eine regelmäßige Teilnahme von Praxisleitung und Mitarbeiterinnen, die kontinuierliche Umsetzung des Erarbeiteten in der Praxis sowie die Weiterentwicklung in regelmäßigen Team-Besprechungen zwischen den Fortbildungsblöcken. - Qualitäts-Spiegel
Qualitäts-Spiegel
Die teilnehmenden Praxen lernen sich über ihre Stärken und Verbesserungspotenziale gegenseitig kennen. Das schafft schnell Vertrauen untereinander, lässt vergleichbare Probleme erkennen und ermöglicht nützliche Anregungen durch den Trainer und die anderen Praxen. - Grundlagen des Qualitätsmanagements
Grundlagen des Qualitätsmanagements
Der Schwerpunkt der Workshops liegt auf der praktischen Erarbeitung von Alltagshilfen. So werden beispielsweise gemeinsam Prozessbeschreibungen in Form von direkt nutzbaren Checklisten oder Arbeitsanweisungen entwickelt. Durch Methodenwechsel und Gruppenarbeit entsteht eine lebendige Lernatmosphäre. - Qualitäts-Handbuch für die Praxis
Qualitäts-Handbuch für die Praxis
Sobald genügend Material aus den verschiedenen Praxen vorliegt, wird es am Forderungskatalog des Qualitätsmanagementsystems gemessen und neu bewertet. Inhaltlich wird überprüft, inwieweit geforderte Nachweise erbracht werden können. Formal werden die Dokumentendarstellung und Dokumentenlenkung verbessert. Erst jetzt kommt das Qualitätsmanagementsystem ins Spiel und wird als hilfreiche Unterstützung und Anregung verstanden, auf die wesentlichen Aspekte zu achten und dafür möglichst messbare Nachweise zu erbringen.
Die Praxen beginnen mit dem Aufbau eines Qualitätsmanagement-Handbuchs, dessen Dokumente einheitlich gestaltet und nach der QEP-Systematik geordnet sind. - Politik und Perspektiven
Politik und Perspektiven
Gegen Ende der Reihe erarbeiten die Praxen ihre Qualitätspolitik in Form von Leitsätzen. Daraus werden messbare Qualitätsziele erarbeitet. Die Praxen entwickeln Perspektiven für die kontinuierliche Weiterarbeit - sie beschreiben praxisindividuelle Qualitätsprojekte und vereinbaren die Fortsetzung der Zusammenarbeit in Qualitätszirkeln.
Veröffentlichungen zum Qualitätsmanagement in der Arztpraxis:
- M. Gröschell, B. Häussler, P. Röhrig, G. Stierle, Leitfaden Qualitätsmanagement in der Arztpraxis, Dt. Ärzte-Verlag, Köln 1999
- Peter Röhrig: Total Quality Management - von der Idee bis zur Praxiskultur, in: Qualitätsmanagement in der Arzt- und Zahnarztpraxis, Dt. Ärzte-Verlag, Köln 2000
Weiterführende Informationen
European Foundation for Quality Management (EFQM)QualitätsentwicklungKundenorientierung


